Social Media für Immobilienmakler
Social Media verkauft Objekte und bringt neue Eigentümer. Dieser Leitfaden zeigt, welche Kanäle und Formate sich lohnen, wie oft Sie posten sollten und wie Sie das neben dem Tagesgeschäft schaffen.
Warum Social Media für Makler zählt
Eigentümer suchen ihren Makler selten über eine Anzeige. Sie fragen Bekannte und sehen sich die genannten Namen danach online an. In den USA kamen 66 % der Verkäufer über eine Empfehlung oder einen Makler, den sie schon kannten. Empfohlen wird, wer in Erinnerung bleibt.
Gleichzeitig ist die Reichweite groß: Allein in Österreich nutzen rund 3,4 Millionen Erwachsene Instagram. Dort sitzen Käufer und künftige Verkäufer zugleich. In einer Umfrage unter US-Maklern nannten 39 % Social Media als Kanal mit den meisten hochwertigen Anfragen, vor dem CRM.
Quellen: NAR Profile of Home Buyers and Sellers 2025, USA · Statista, Instagram-Nutzer in Österreich, Juli 2025 · NAR Technology Survey 2025, USA
Welche Kanäle sich lohnen
- Instagram: der wichtigste Kanal für Wohnimmobilien. Carousel, Stories und Reels zeigen Objekte so, wie Käufer sie erleben wollen.
- Facebook: erreicht oft eine ältere Zielgruppe, darunter viele Eigentümer. Dieselben Inhalte lassen sich teilen.
- LinkedIn: stark für Anlageobjekte, Zinshäuser und Gewerbe. Ein Carousel als PDF funktioniert dort besonders gut.
- TikTok und YouTube Shorts: sinnvoll, wenn Sie ohnehin Reels erstellen. Dasselbe Video läuft dort mit.
Welche Formate je Objekt
Ein Objekt trägt mehr als einen Beitrag. Aus einem Inserat entstehen über mehrere Wochen verteilt:
- ein Carousel zum Start mit Titelbild, Highlights, Fotos, Kennzahlen, Lage und Kontakt
- einzelne Posts zu Details wie Terrasse, Küche oder Ausblick
- Stories mit Fragen, Zahlen und einem Link zur Anfrage
- ein Reel aus den Fotos mit Bewegung und Musik
- Status-Beiträge zu Besichtigung, neuem Preis, reserviert und verkauft
Wie oft posten?
Regelmäßigkeit schlägt Perfektion. Besser drei Feed-Beiträge pro Woche und jeden Tag eine Story als zehn Beiträge in einer Woche und dann einen Monat nichts. Ein Redaktionsplan verteilt die Beiträge aller Objekte so, dass jeden Tag etwas erscheint und kein Objekt zu oft vorkommt.
Mehr zum Redaktionsplan für Makler →
Ohne Agentur und ohne Abende vor Canva
Eine Agentur kostet in Österreich für ein Mindestpaket meist 800 bis 1.200 € im Monat, eine eigene Social-Media-Kraft rund 3.200 € brutto im Monat plus Nebenkosten. Für viele Büros rechnet sich das nicht.
immocontent.ai erstellt aus einem Inseratlink, einem Exposé-PDF oder dem CRM rund 40 fertige Beiträge im Look Ihres Büros. Die KI schreibt die Texte, Sie geben frei und posten am Handy oder am Rechner.
Quellen: Herold Ratgeber, Kosten für Social-Media-Betreuung · StepStone Gehaltsreport Social Media Manager, Deutschland
Agentur oder Software: der Kostenvergleich →
Häufige Fragen
Wie viele Beiträge braucht ein Objekt?
Ein Objekt trägt gut vier bis sechs Wochen: ein Carousel zum Start, mehrere Detail-Posts, tägliche Stories, ein Reel und die Status-Beiträge bis zum Verkauf.
Darf ich die Provision in Social-Media-Beiträgen nennen?
Wir empfehlen, die Provision in Beiträgen wegzulassen und sie im Exposé zu führen. Dort stehen auch die übrigen Pflichtangaben vollständig.
Lohnt sich Social Media auch für kleine Büros?
Gerade für kleine Büros, denn Empfehlungen und Wiedererkennung sind dort der wichtigste Weg zu neuen Aufträgen. Entscheidend ist, dass es ohne großen Zeitaufwand regelmäßig läuft.